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Gabriele Berbalk Fehlfarben gegenüber
Gabriele Berbalk, geb. 13.02.1937 in Schrobenhausen, wohnt seit ihrem ersten Lebensjahr in Sonthofen. Sie ist überzeugte Allgäuerin, die sich gleichermaßen ihrer Heimatstadt Sonthofen, als auch der Nachbarstadt Immenstadt verbunden fühlt, in der sie einen wesentlichen Teil ihrer Schulzeit, ihre Lehrjahre und die ersten Berufsjahre absolvierte.
Die 50er Jahre als solche, Begegnungen mit besonderen Menschen und schicksalsweisende persönliche Erfahrungen waren es, die sie hier in diesem Büchlein festhalten wollte.
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Gabriele Berbalk (K)eine einfache Familie
Eine Schrobenhausener Landfamilien-Saga. Ging es Ihnen auch schon einmal so beim Betrachten von Familienalben? Ihr Blick bleibt an einem alten, schon ein bisschen vergilbten Foto hängen. Es zeigt einen Herrn. Vielleicht mit einem gepflegten Schnurrbart, Zylinder in der Hand und selbstbewusst in die Kamera schauend. Vor ihm, in einem Sessel, eine Dame, für den heutigen Geschmack ein bisschen zu füllig, im langen hochgeschlossenen Kleid, unter dem sie eindeutig ein eng geschnürtes Korsett trägt. Und alles, was sie über die beiden wissen, ist, dass es Ihre Urgroßeltern sind. Oder die Ururgroßeltern. Er war Geschäftsmann, das sieht man gleich, und sehr solide. Sie eine phantastische Köchin. Und da soll es auch noch seinen leichtlebigen Bruder gegeben haben, wie hieß der noch gleich? War da nicht auch irgendeine Geschichte über eine äußerst pikante Liebschaft? Eigentlich würden Sie gerne genauer wissen, wer Ihre Ahnen waren und wie sie gelebt haben. Dasselbe hat sich wohl auch Gabriele Berbalk gedacht und die Geschichten aufgeschrieben, die ihre Mutter ihr erzählt hat. Es ist insbesondere die Geschichte der Familie ihrer Mutter. Und es ist die Geschichte von starken Frauen, Frauen, die es nie leicht hatten und es sich auch nicht leicht machten. Die meistens auf sich gestellt ihre Kinder großzogen, ihren Lebensunterhalt selbst verdienten und das Leben meisterten. Da ist die Urgroßmutter Wally, eine herbe, verschlossene Frau, die aus ihrem Dorf fortgeht nach Schrobenhausen, jahrelang bei Wind und Wetter mit Pferd und Wagen über Land zieht, um ihre Waren zu verkaufen. Ihr ist es eigentlich zu verdanken, dass heute in Schrobenhausen Spargel angebaut wird. Hätte sie dem Bauern nicht geholfen, der als Erster auf die Idee kam, die weißen Stangen anzubauen, gäbe es vielleicht keinen berühmten Schrobenhausener Spargel. Da ist die Großmutter Marie, die erfahren musste, wie bitter man in der Liebe enttäuscht werden kann. Da ist die Mutter Josefine, die entsetzt darüber ist, das ausgerechnet ihre erste Tochter rote Haare hat, und der Vater Alfred, dem das gar nichts ausmacht. Im Glauben, für eine gute Sache zu kämpfen zieht er in den Krieg. In Briefen versucht er den Kontakt zu seiner Familie aufrecht zu erhalten, kann sie viel zu selten sehen und muss viel zu jung sterben. Und da sind noch die anderen Verwandten und Bekannten mit ihren liebenswerten und weniger liebenswerten Eigenarten. Sie alle werden in diesem Buch noch einmal zum Leben erweckt und ihre Geschichte wird erzählt. Es sind keine berühmten Leute, aber es sind interessante Menschen, Menschen, die man vielleicht gerne gekannt hätte. Es ist eine Familiengeschichte, die einen berührt. Eben (k)eine einfache Familie.
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