Elvira Lange

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Elvira Lange

    Elvira Lange - Spezialistin für Mittelalter und KrimispannungDie Autorin schreibt über sich selbst

    Ich wurde am 18.06.1967 in Stralsund geboren. Die Tatsache, dass die Klinik direkt am Sund liegt, hat mich offenbar für's Leben geprägt denn ich liebe noch heute das Meer.
    Aufgewachsen bin ich in Stremlow, einer 120- Seelen- Gemeinde, die mitten im Wald liegt und in die nur eine Straße führt. Tiefstes Pommern also. Der Ort ist ebenso winzig wie geschichtsträchtig. Hier gab es schon in der Steinzeit eine Siedlung und wir Kinder spielten außer mit unseren Puppen mit Faustkeilen und Münzen aus dem dreißigjährigen Krieg.
    Da es kaum Möglichkeiten zur Beschäftigung gab, verbrachte ich Stunden damit, mir die wildesten Geschichten zu irgendwelchen Fundstücken auszudenken.
    Während der Schulzeit kam die Freude am Schreiben dazu und ich versuchte mich schon in der Grundschule als "Trommel"- Reporter. Die "Trommel" war eine Art 'Zentralorgan der Pionierorganisation', was die Themenauswahl mehr als einschränkte. Man verfasste meist Artikel über erfolgreiche Altpapiersammlungen oder den Kampf um den Titel "Schule der deutsch- sowjetischen Freundschaft", natürlich immer unter den wachsamen Augen der hauptamtlich angestellten Freundschaftspionierleiterin.
    Das hat mir vorerst den Spaß an der Schreiberei gründlich verdorben.
    Nach der Beendigung der Schule wurde ich Krankenschwester, eher zufällig als gewollt. Trotzdem habe ich es nie bereut. Die Ausbildung hat mich als Mensch reifen lassen; ich habe viel über Verantwortung aber auch über Macht und Ohnmacht gelernt. Vor allem die Arbeit auf der Intensivstation hat mich ungeheuer beeindruckt, so sehr, dass ich bei der Intensivpflege geblieben bin, ein Gebiet, das anstrengend und zum Teil undankbar ist, in dem die Erfolge aber auch ungleich befriedigender als in jedem anderen Fach der Krankenpflege sind.
    Nachdem im März 1989 meine Tochter geboren wurde, bereitete ich mich aber erst einmal auf ein Leben als Hausfrau und Mutter vor. Allerdings merkte ich ziemlich schnell, dass mir das allein nicht reicht. Ich hatte von je her einen Horror davor auf eine einzige Sache reduziert zu werden:  'die Frau von...', 'die Mutter von...'
    Ich habe riesigen Respekt vor Frauen, die ihr Leben ganz der Familie widmen aber es ist einfach nicht meine Art.
    Da meine Ansichten mit denen meines damaligen Lebensgefährten kollidierten, beendete ich die Beziehung und stellte mich auf eigenen Beine.
    Das Leben einer alleinerziehenden Mutter mit einem Job im Dreischichtsystem ist  nicht gerade beschaulich, im Gegenteil mitunter geht's bei uns ziemlich chaotisch zu. Erst recht nachdem ich beschloss, noch einmal die Schulbank zu drücken um eine Zusatzausbildung zur Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensivmedizin zu beginnen. Und trotdem fehlte mir noch etwas, vielleicht weil ich schon wieder Gefahr lief reduziert zu werden. Diesmal auf : 'die Krankenschwester'.
    Ich erinnerte mich meiner "Jugendlieben", der Geschichte und des Schreibens. Ich dachte mir, ich probiere einfach mal, beides zu verbinden. Herausgekommen sind dabei historische Krimis, eine Art der Literatur, die ich als eingefleischter Ellis-Peters - Umberto-Eco-Fan besonders mag.
    Zuerst zeigte ich meine Geschichten einigen Freunden. Da die sie richtig gut fanden, dachte ich, dass sie vielleicht auch anderen Leuten gefallen. Also machte ich mich auf die Suche nach jemandem der sie heraus bringt und bekam beim Gryphon-Verlag meine Chance.
     

gryphonlg

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