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Michael Grandt Wir sind der Mörder
1912 - Karl May hat eine Vision: „Es gärt im Lande und in den Köpfen, in den Wässern bebt es, es knistert. Ich täusche mich nicht, da ist etwas in der Luft wie abgrundtiefer Hass. Ein Jahr mag’s noch gehen, dann wird es notwendig sein, daß sie Krieg machen und daraus -fühle ich- werden große Wandlungen entstehen und Mammon wird regieren, schlimmer noch als jetzt, denn sie werden es Lebensverbesserung und Fortschritt nennen.“
„Fast 90 Jahre später schließt Michael Grandt nahtlos mit seinem Werk „WIR SIND DER MÖRDER“ an diese Vision an, denn sie ist bis heute viel zu deutlich Realität geworden. Die Menschheit hat aus der Vergangenheit nichts gelernt. Raub, Mord, Totschlag und Vergewaltigungen sind immer noch an der Tagesordnung. Menschen werden schlimmer denn je ausgebeutet, wegen ihrer Abstammung gejagt, gefoltert und gepeinigt.
Michael Grandt spricht mit seinen Kurzgeschichten in schonungsloser Offenheit aus, was wir gerne von uns schieben. Seine Geschichten gehen unter die Haut. Sie bringen uns die ganze breite menschlicher Destruktivität in beinahe unerträgliche Nähe. In eindringlicher Schärfe und aus doku-fiktiver Sicht schreibt er über den Krieg und das Sterben in Vergangenheit und Gegenwart. Dabei spannt er den Bogen von Stalingrad, über „Jesus“ in Auschwitz, den Krieg und die Folter im ehemaligen Jugoslawien, den Tschetschenienkonflikt, den Bombenangriff auf Bagdad, aber auch über mordende Jugendliche in Berlin und die Katastrophe von Tschernobyl.
Mehr über das Buch zu sagen ist unmöglich, man muss es gelesen haben und niemand sollte sich danach seiner Betroffenheit schämen.“
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„Mein Bestreben ist es, mit diesen Geschichten zum Nachdenken anzuregen und zu einem humaneren Umgang miteinander. denn erst wenn sich jeder von uns selbst zur Nächstenliebe, Toleranz und Menschlichkeit bekennt, wird es kein Auschwitz, Hiroshima, Vietnam oder Sarajevo mehr geben.“ michael grandt
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