|
|
János Rózsás Schwester Dusja
Der Autor erzählt den halbjährigen Lebensabschnitt in sowjetischen Arbeitslagern als er in seinem 20. Lebensjahr war, gleich nach dem zweiten Weltkrieg. Er verbrachte, nachdem er gegen Ende des Krieges in Kriegsgefangenschaft geraten war, insgesamt 9 Jahre in der Sowjetunion, in verschiedenen Arbeitslagern, aber jene 6 Monate in den Tannenwäldern des Ural-Gebirges waren die schwersten, die aber zugleich auch überraschende menschliche Hilfsbereitschaft offenbarten, wie die der Krankenschwester Dusja. Die Geschichte fängt noch in Cherson in der Ukraine an, in einem noch verhältnismäßig geordneten und erträglichen Arbeitslager. Von dort geht es dann in einer mehrwöchigen Zugreise vorerst mit unbekanntem Reiseziel weiter, die schließlich im Ural bei Solikamsk endet. In jener Gegend beginnt man gerade bei Winteranbruch, die Taiga abzuholzen. Sowohl die Arbeitsbedingungen, als auch die Verpflegung sind menschenunwürdig. Die Menschen verkommen schnell, viele sterben, und bald geht es den Häftlingen nur noch um eins, irgendwie zu überleben. Dieser verzweifelte Überlebenskampf wird hier mit längeren und kürzeren nennenswerten Episoden durch seine eigenen, meist qualvollen, manchmal auch guten, aber immer lehrreichen Erlebnisse feinsinnig und eindrucksvoll dargestellt.
|